Wie Korea die Nerven verliert und warum die Yankees schlechte Karten haben

Die jüngst erst demokratisch legitimierte, fortschrittliche Führung Venezoelas, beschloss, für den 26. und 27. August diesen Jahres, militärische Großmanöver absolvieren zu lassen. An diesen sollen sich Streitkräfte und Zivilisten gleichermaßen beteiligen, um so dem imperialen Kriegsgeheul aus Washington Einhalt zu gebieten. Der infantile Trottel und Chauvinist, Donald J. Trump, gab dem bürgerlichen Klassen- und Bevormundungsstaat in den vergangenen Tagen erneut die Möglichkeit zu beweisen, inwiefern eine basisdemokratischere, sozialistische Führungsriege bedrohlich sein könnte. Die Antwort darauf verlief sich jedoch im Sand, ebenso wie die nicht vorhandene Empörung darüber, dass die US-Kriegstreiberei nicht nur einen militärischen Schlag gegenüber der Demokratischen Volksrepublik Korea erwägt, sondern auch gegenüber dem, mysteriöser Weise gleichermaßen so ölreichen, Land in Lateinamerika, dem Schoß des antikapitalistischen Protests im 20. Jahrhundert. Es bleibt jedoch zunächst abzuwarten, ob die verbalen Anfeindungen zwischen den beiden größten Non-Diplomaten, Donald Trump und dem koreanische Schafrichter Kim Jong-un, eskalieren oder ob die Invasion bevorsteht und etwaige amerikanische Werte in Zukunft auch auf der koreanischen Halbinsel verteidigt werden, so wie dies ja vermeindlich im Nahen und Mittleren Osten geschieht. Die Beweggründe der DVRK, für Tests von Kriegsgeräten und dem einstudieren von Manövern, erschließen sich dem internationalen Interessenverbund der kommunistischen Solidaritätsträger zwar, jedoch sollte die internationale Solidarität keinen Freiraum lassen, für repressive Juche-Ideologie und eine Kimsche Familiendynastie. Es gilt zu deeskalieren und den diplomatischen Kontext zu wahren. So und nur so, ist ein Diskurs auf Augenhöhe möglich, wohlwissend welch Unterdrückerrepertoire die marktwirtschaftliche Weltgemeinschaft gegen die Volksrepublik aufgefahren hat, sodass die jetzige Lage in Nordkorea wohl die beste ist die sie hätten anstreben können, durch Embargos, Boykott, Hetze und den Fakt, dass sich der Nord- und Südstaat bis dato immernoch im eingeschränkten Kriegszustand befinden und nur eine Waffenruhe vorliegt, kein Frieden. Dies wird von beiden Seiten abgelehnt.

Lumineszenz und Rückbau ethischer Handlungsweisen: Ein ungleiches Paar

Der Umfang dieser Frage und das bloße Ausmaß umspannen jegliche epochale Zeiteinteilungen des Seins unserer Menschheit, von der Antike bis ins Hier und Jetzt. Ferner noch ergibt sich aus dieser Frage ein verborgenes Konstrukt, nämlich wie das Sein an das vernünftige Handeln, das Streben nach Glück und einem sinnerfüllten Leben, abhängig von den Möglichkeiten der optischen Wahrnehmung ist und ob sich diese Denkarten anders verhalten würden, würde man uns nicht sehen können. Eben deshalb werde ich explizit auf die verstandesmäßigen und lustbezogenen Wechselwirkungen, dieses konfus anmutenden Komplexes, eingehen und stelle mir deshalb die Frage, inwiefern und vor allem warum unsichtbares Handeln generell nicht gänzlich vom Tun des Alltags getrennt werden sollte.

Halten wir deshalb zunächst fest wie Glück beschaffen ist, wenn wir grundsätzlich davon ausgehen, dass dies Endziel all unserer Handlungen ist. Meine subjektive Betrachtung fällt ihr Urteil dahingehend, dass ich unter Glück das sinn- und zweckerfüllte Leben, in einer solidarischen und tugendhaft handelnden Gesellschaft verstehe. Eine Gesellschaft, die vernunftgesteuert für die Interessen aller eintritt und sich entschlossen den Feinden dieser Ordnung in den Weg stellt. Eine Gesellschaft in der jeder einen Platz finden will und wird und die Ausgangslage eines Jeden keine Rolle mehr spielt. Obgleich ich dies als meine schemenhafte Projektion des Glücksbegriffes handhabe, weise ich Ähnlichkeiten zu J. Benthams Modell des Utilitarismus, obwohl er diesen nicht begründete, nicht zurück. Den gesamtgesellschaftlichen Glücksbegriff als „größtes Glück der größten Zahl“ zu verorten gefällt mir und mag seiner Zeit revolutionäre Züge getragen haben und dennoch ist er kritisch zu bewerten. Sein hedonistisches Kalkül und die Willkür und Allmacht die diesem Modell innewohnt, legitimiert schrecklichste Verbrechen. Die schonungslose Unterdrückung von Minderheiten und Menschenrechten, ebenso wie eine maßlose Rationalisierung der Betrachtungsweise sind die Folgen. Sicher mag man Handlungen anhand ihrer sozialen Folgen bewerten und im ethischen Kontext gilt auch für mich, dass Leidensfähigkeit vor Vernunft anzuführen ist, aber der totalitäre Charakter des hedonistischen Prinzips, nach Bentham, überwiegt. Natürlich ist Glück für mich nur zugunsten der Mehrheit der Bevölkerung zu erkämpfen und dennoch lässt dies keinen Raum für Benachteiligung von Minderheiten. Um nun also den Bezug zum Thema zu wahren, müssen wir uns fragen, ob das Handeln zugunsten der Mehrheit bei Unsichtbarkeit nicht mehr von statten gehen würde. Und eben dies würde ich negieren. „Handle so, dass die Maxime deines Willens gleichzeitig zum Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung dienen könnte.“, sagte schon I. Kant und dem kann auch ich mich nur anschließen. Wieso sollte man auch aus Gründen der Unsichtbarkeit nicht mehr so handeln, wenn man ja gleichermaßen beim Verstoß anderer darunter leidet? Dieses Prinzip ist durchaus würdig, für den Grundstein der Treppe zum Glück adaptiert zu werden. Ich denke aber nicht nur wegen des kategorischen Imperativs, dass sich auch im unsichtbaren Zustand kein antisoziales Handeln bewähren wird. Der Stolz, nämlich scherzhaft als zweites Spezifikum des Menschen tituliert, tut sein übriges. Wer würde schon freiwillig unter die egoistische Maxime Kants untergeordnet werden wollen, an Stelle dieser, die sich den tugendhaften Prinzipien verschrieben hat? Dennoch muss ein Umdenken erfolgen und ein bewusstes Handeln aus Pflicht, nicht mehr als lästige Aufage und Zwang, sondern als moralisch richtige und gute Handlung zum gesamtgesellschaftlichen Glück verstanden werden. Dann würde meine erste Amtshandlung, als unsichtbares Individuum, wohl darin bestehen, dies als allgemeines Gesetz und als unilateral pflichtgemäße Handlung festzuschreiben. Aber warum erst dann? Dies stellt meiner Maxime nach, ein Problem epischen Ausmaßes dar. Typisch für den Menschen, als träges und bequemes Wesen, ist ja, Dinge und Handlungen hinauszuzögern und dadurch den eigentlichen Wirkungsgrad der der Veränderungen zu schmälern. So darf es nicht länger darum gehen, was für das Glück getan werden kann, wenn man unsichtbar wäre, sondern wie wir schon jetzt meine Vision des Glücks erringen könnten oder aber anderen Umbrüchen den Weg ebenen. Eben deshalb erlaube ich mir zu sagen, dass unsere Handlungen, im unsichtbaren Zustand , nicht von unseren allgegenwärtigen Handlungen abweichen dürfen, um dass gesamtgesellschaftliche Endziel zu erreichen und vor allem dies auch im Umkehrschluss. Wir müssen aufhören uns zu fragen, „Was wäre wenn?“ und unter welchen Bedingungen was gelingen könnte und einfach anfangen. Wir als Menschen haben genug Leidende und Hungernde unter uns, obwohl wir diejenigen sind die unzählige Perversitäten von Systemen und Formen der Ausbeutung vom Menschen am Menschen erschaffen haben, also sind auch nur wir als Menschen in der Lage dies zu beseitigen. Dieses maßlose Gegeneinander hat, in seiner jetzigen Form der Abstraktion, auch nichts mehr mit dem etwaigen Aushalten eines Schmerzes oder Mangels zu tun, wie Epikur vielleicht argumentieren würde. Obgleich Lust als Kernstück seiner Ethik verstanden wird, lebt ein gigantischer Teil dieser Erdbevölkerung in Unruhe und mit körperlichen Schmerzen. Während in den reichsten Staaten nur noch Variationen der Lust ablaufen, werden anderswo, aus Mangel, nicht mal die natürlichen und notwendigen Bedürfnisse gedeckt, was seiner Betrachtungsweise der Tugenden sicherlich auch nicht entsprochen hätte. Immerhin würde ihm sicherlich der Mangel an politischer Betätigung zusagen, rücken wir doch aber auf der anderen Seite immer weiter von seinem prognostizierten Glücksideal, der Ataraxie, fort. Der Schluss und der finale Standpunkt meiner Diskussion, beläuft sich also augenscheinlich wohl darauf, dass sich eine subjektive Beantwortung , der obig aufgeworfenen Frage, dahingehend erübrigt, als das es keine Frage der Handlungen ist als vielmehr der Umstände und warum wir den Gebrauch und die Funktion der Vernunft, nämlich zum Streben nach Glück, so Kant, erst in einem unsichtbaren Zustand zum Guten aufwenden würden oder wenigstens zur Veränderung der Umwelt und warum das träge Moment des Menschen überwiegt. Dies kann und wird so nicht bleiben.

Auszug aus dem siebten Kapitel, des 2018 im BoD-Verlag erscheinenden Bandes „Expertise zur verwirtschaftenden Obrigkeit“, von H. Beisert.

Die Antinomie der Devisen

Unabdinglich scheint das Gefühl des schieren Besitzes notwendig zu sein. Notwendig um ein Hervortun erst zu ermöglichen. Aber warum besitzen wir Geld, oder besser gesagt warum strebt ein jeder danach? Um etwas zu kaufen lautet meist die Antwort. Aber das beimessen eines Geltungswertes, dem Geld gegenüber, entsteht erst durch den Prozess der in ihm hervorgehenden Appetenz zur Veräußerung. Niemand bedenkt was es eigentlich heißt diese Kaufkraft zu besitzen und seinen Teil zur Volkswirtschaft beizutragen. Diese präzediert und lebt ja nur vom Aufkommen der Nachfrage auf der Welt im 21. Jahrhundert. Seit Anbeginn der Zeit, die ja schließlich auch nur eine erdachte Größe ist, scheint das Geld einfach da zu sein. Es scheint also geradezu abstrus das der Plebs kaum einen Gedanken auf die Basis des Kapitals verschwenden mag, im Gegensatz zu der Nutzbarmachung und Verwertung eben dessen. An dieser Stelle könnte man das Erschaffen einer internationalen Interessengemeinschaft für die Auslegung finanzieller Mittel zunächst als positiv und verbindend betrachten, jedoch lässt dies auf den zweiten Blick wieder die arglistige Gestalt der Raffgier nach Statussymbolen und Konsum durchscheinen. Vorwerfen kann man wohl niemandem etwas aufgrund von Abwesenheit derartiger Gedanken , obgleich nun aber des Lesers Pflicht in eben dem besteht. Ich hatte für meinen Teil immer ein sehr differenziertes Verhältnis zum Kapital, und somit auch zu dem aus ihm resultierenden, und dadurch erst kalbendem, Konsum. Die Frage ob eine Gesellschaft nicht auch ohne aktive beziehungsweise passive Kaufkraft in Form von Geld oder Devisen, basierend auf dem Konzept der gemeinschaftlichen Produktion füreinander, funktionieren könnte, ergab sich mir damals natürlich noch nicht. Dennoch würde ich ich auch heute auf diese Frage mit nein antworten. Naheliegend drängen sich mir dabei Gedanken und Sinnbilder von Menschen in den Kopf, die auf das Thema bezogen mit inhaltslosen Phrasen wie „Die Idee des Kommunismus ist ja nicht schlecht, nur der Mensch ist dafür zu egoistisch!“ hantieren. Der Kommunismus sollte ja schließlich in seiner Endstufe das Bargeld ablösen und somit ein für alle mal überflüssig machen. Da dort aber meistens die Rede vom Kommunismus/Sozialismus in der marxistisch-leninistischen Auslegung ist, würde ich dem weiteren Diskurs keine Beachtung schenken. Denn obwohl Marx und Engels nur den theoretischen Grundstein dafür legten, ist es nicht vereinbar im gleichen Satz von Lenin zu reden. Das er unbestrittener Weise anfangs versucht hat eine mögliche praktische Auslegung dessen ins Leben zu rufen darf nicht verkannt werden, dass aber dafür Menschen sterben mussten ist nicht tolerierbar. Der bloße Gegenspruch dessen ist ja das die Befreiung und Zwänge der kapitalistischen Verhältnisse wieder in der Unterdrückung der Menschen endet. So gewann also niemand, außer die Macht die erneut auf wenige konzentriert wurde. Aus der Unterdrückung durch die Finanzwelt und der inhumanen Kapitalzentrierung, wurde die Unterdrückung durch „sozialistische“ Räte in einer Diktatur. Rein mathematisch betrachtet ist laut der unfreiheitlichen UdSSR das also Sozialismus gewesen, obwohl der reine Marxismus die zu erkämpfende Freiheit bedeutet. Demnach ist das also eine falsche Aussage, der es sich auch lohnt im Alltag zu widersprechen wenn sie mal wieder als „real existierender Sozialismus“ abgetan wird. Wenn diese sowjetische Auslegung der Idee aber von unserem Absolutbetrag der Anhäufung an den sozioökonomischen Ideenlehren abgezogen werden muss, bleibt nicht all zu viel bestehen. Das ein Mischwesen mit den zwillingshaften Charakterzügen der freien Marktwirtschaft und dem Sozialismus/Kommunismus existiert, wage ich zu bezweifeln. Dennoch scheint dieses als eine der derzeit namenhaftesten Fabeln die Regale und Spalten der Fachbücher in den Läden zu schmücken. Ob man diese Literatur nun ernst nimmt oder nicht, ist eines festzustellen. Nämlich das es in erster Linie nicht um das geht was prothetisch als Ersatz des Systems dient, sondern das ein gesamtgesellschaftliches Umdenken erfolgen muss was eine friedliche Revolution vorantreibt. Wenn diese Revolution Demokratie, Freiheit, sozialen Ausgleich, Frieden und Gleichberechtigung als ihre einzig wahre Maxime anerkennt, dann gibt es kein Bündnis der Freiheitsgegner was sie stoppen könnte. Dies ist das Theorem was die Befähigung hätte, die Endgesellschaft des menschlichen Daseins zu gründen. In der jeder seiner Religion nachgehen kann. In der niemand auf Grund von Hautfarbe, Herkunft, Sprache, Sexualität oder sonstigen Ausrichtungen diffamiert und als weniger wertvoll eingestuft wird. In der jedes Lebewesen einfach sein kann, ohne sich zu rechtfertigen. In der die Freiheit endlich nichts kostet.

Auszug aus dem zweiten Kapitel, des 2018 im BoD-Verlag erscheinenden Bandes „Expertise zur verwirtschaftenden Obrigkeit“, von H. Beisert.

Wer wir sind und für was wir streiten

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